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[optic review] Unboxing the Walther PRS 1-6x24 IGR

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Thor
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[optic review] Unboxing the Walther PRS 1-6x24 IGR

Beitrag von Thor » Mo 20. Apr 2015, 21:47

Unboxing the
Walther PRS 1-6x24 IGR


Einleitung & Hinweise
Dieser Testbericht behandelt ein sogenanntes Shortdot aus dem Hause Walther. Leider war es mir nicht möglich herauszufinden, ob die Optik "made in China" ist oder irgendwo aus dem europäischen Raum kommt. Zur sprachlichen Vereinfachung und besserem Textverständnis wird mit "Glas", "Optik", "Shortdot" oder ähnlicher Ausdrücke immer das Walther PRS 1-6x24IGR gemeint sein.
Selbstverständlich werde ich mich wie immer um Objektivität bemühen, jedoch werden einzelne Aussagen meine persönliche Meinung oder Einschätzung wiedergeben.
Zur Orientierung halte ich mich an die im deutschen Sprachraum allgemeingültige Form. Links und Rechts aus der Sicht des Schützen. Vorne ist an der Mündung. Hinten an der Schulterstütze.

Technische Daten und Erster Eindruck
Datenblatt:
Länge: 270mm
Mittlerer Tubusdurchmesser: 30mm
Gewicht: 692g
Stromversorgung für Leuchtabsehen: 1x Batterie 3V CR 2032
Vergrößerung: 1x - 6x

Bild

Das Walther kommt in einem Unterarmlangen und überraschend schweren Karton ins Haus. Irgendwie hatte ich mir solche Dinger kleiner vorgestellt. Aber schauen wir mal, was da so alles beworben wird:
Es soll Schußfest sein bis zum Kaliber .300Winchester Magnum
Das Absehen kann beleuchtet werden
Es wurde Schockhemmend verstärkt
Die Linsen sollen beschichtet sein
Das Absehen wurde in das Glas geätzt
Es soll Wasserdicht sein, was vermutlich Regendicht heissen soll
Das PRS wird genullt ausgeliefert
Es soll mit Stickstoff gefüllt sein
Vergrößerung 1x-6x
Objektivdurchmesser 24mm
Der Leuchtpunkt kann Grün oder Rot geschaltet werden
Die Befestigung ist für Picatinny Schienen gedacht
1 Lithiumzelle CR 2032 enthalten (hierzu später mehr)

Donnerwetter ist das eine Liste. Nagut. Dann packen wir das Gelump mal aus:

Bild

Eine detaillierte Montage- und Einstellanleitung, ein Wischtuch, Montageringe, ein Torxschlüssel und eine Schutzhaube aus Neopren. Das ist einiges und steht vielen Hochpreiprodukten in nichts nach.

Das Shortdot an sich ist erstmal ein ganz schöner Trümmer, wenn man wie ich sonst eher EoTech bzw. Aimpoint Geräte gewohnt ist:
Bild

Hier sieht man bereits den deutlichen Größenunterschied zu einem originalen Aimpoint Comp M2. Montiert auf einem Umarex VFC M27 IAR GBB Gewehr sieht das immernoch ganz schön beeindruckend aus:

Bild

Handhabung und Bedienung
Und was kann das Ding jetzt? Gute Frage. Im Prinzip ist ein Shortdot nichts anderes als die Kombination aus einem Reflexvisier und einem Zielfernohr. In der geringsten Vergrößerungsstufe (1X) Nutzt man es im wesentlichen wie ein Reflexvisier. Aber vorsicht! Der lange Tubus und das Linsensystem verlangen etwas Übung mit dem korrekten Augenabstand. Dies ist gegenüber einem Rotpunktvisier dann auch der einzige echte Nachteil. Die Tubuswände sind so dünn, daß man mit Übung nur eine geringe Sehfeldeinengung wahrnimmt.
Der rote oder grüne Punkt kann in fünf Helligkeitsstufen eingeblendet werden. Die jeweils hellste Stufe ist dann auch wirklich sehr hell. Nach vorne dringt nur auf den Stufen vier und fünf ein schwacher Lichtschein, der in einem dunklen Raum wahrgenommen werden kann. Die sind dann von hinten aber so hell im Auge des Schützen, daß es schmerzt. Ich habe versucht Fotos davon zu machen, aber man sieht darauf aus 1m Entfernung nur jeweils einen kleinen Lichtfleck auf Schwarz.
Das Absehen könnte man als "Standard 0815 Jagd" bezeichnen. Es wurde ein simples Kreuz in die Linse geätzt. Dies jedoch gestochen scharf und ohne Kratzer:

Bild

Der Stellring für die Vergrößerung befindet sich am hinteren Tubus und ist schwergängig genug, um eine versehentliche Betätigung auszuschließen. Die dreifache Riffelung erlaubt jedoch ein einfaches Bedienen.
Jetzt kommen wir zu einem Punkt für die Fortgeschrittenen. In die umlaufenden Zwischenräume der Griffringe passen wunderbar zwei Kabelbinder. Richtig platziert kann man mit ihren Verschlußstücken die Vergrößerung des Glases im Anschlag mit dem Zeigefinger verstellen. Eine minimale Handgröße vorausgesetzt.

Öffnet man den Turm für die vertikale Verstellung, dann findet man in der Kappe eine Ersatzbatterie für die Beleuchtung. Auch ein netter Service mit dem ich nicht gerechnet hatte. Wie lange eine Batterie hält kann ich euch leider nicht sagen. Drei Wochen jedenfalls nicht. So lange hatte ich es mal versehentlich auf höchster Stufe eingeschaltet gelassen.
Die Wasserdichtigkeit habe ich bis jetzt noch nicht auf die Probe gestellt. Schußfest auf dem M27 ist es definitiv und bis jetzt hatte ich noch nicht einmal den Ansatz von beschlagen.

Fazit
Ich hatte eine gewisse Skepsis gegenüber Shortdots. Es schien mir ein weiteres Teil aus der Rubrik "tacticool" zu sein. Dementsprechend reserviert ging ich an die Sache ran. Nachdem ich jedoch erstmal begriffen hatte WARUM die so sind, wie sie sind. Änderte ich meine Meinung recht zügig. Es ist sicherlich nicht das Allheilmittel, aber wer gewillt ist gewisse Nachteile gegenüber reinen Rotpunktvisieren in Kauf zu nehmen, der wird sich über die Vorteile der Vergrößerung freuen. Alles in allem bekommt man für ca. 220€ (je nach Angebot) ein anständiges Glas. Nach Afghanistan würde ich es nicht unbedingt mitnehmen, für Airsoft reicht es aber definitiv aus.

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Dieser Test wurde so objektiv wie möglich verfasst, dennoch spiegeln einzelne Aussagen die Meinung des Verfassers wieder.

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